Allergien und Zahnersatz – Was beachten, was vermeiden?

Zahnersatz

ZahnersatzSie gelten mittlerweile als Volkskrankheit Nummer Eins: Allergien – und auch mit Zahnersatz haben sie mehr zu tun als man denkt.

Jeder hat Allergiker in seinem Bekanntenkreis, und immer mehr Menschen sind selbst betroffen von Hausstauballergie, Pollenallergie, Lebensmittelallergien und vielem mehr.

Die Folgen dabei reichen von leichtem Unwohlsein, einer verschnupften Nase oder tränend-geröteten Augen bis zu heftigen körperlichen (Abwehr-) Reaktionen.

Was viele nicht wissen: Auch in der Zahnmedizin und Zahntechnik spielen Allergien eine immer größere Rolle. Und erfordern höchste Achtsamkeit beim Patienten ebenso wie bei Zahnärzten und Dentallaboren.

  1. Amalgam
  2. Kunststoff
  3. Gold
  4. Keramik
  5. Titan
  6. Zirkon

Diese alle sind nur ein kleiner Ausschnitt der Werkstoffe, die bei Kronen, Brücken oder Zahnimplantaten von heute Verwendung finden. Bei den meisten Menschen bleiben sie völlig unproblematisch. Aber: Entscheidungen für oder gegen ein Zahnersatzmaterial hängen vom Preis, von ästhetischen Wünschen, natürlich dem zahnmedizinischen Befund  – vor allem aber auch von der Verträglichkeit ab. Denn Metalle können den menschlichen Organismus nachhaltig beeinflussen und sogar schädigen, wenn eine Überempfindlichkeit besteht.

Ist diese gegeben, kann der ganze Behandlungserfolg in Gefahr geraten. Denn allergische Reaktionen im Mundraum können nicht nur äußerst unangenehm sein, sie können auch zum Beispiel bei Zahnimplantaten zu gefährlichen Abstoßungsreaktionen führen.

Der Worst-Case!

 

Vorher klären, damit nachher keine bösen Überraschungen beim Zahnersatz drohen

Alternativen und Möglichkeiten beim ZahnersatzPatienten sollten also im Vorhinein, wenn eine umfangreichere Zahnbehandlung ansteht, beim Hausarzt oder speziellen Allergologen abklären, welche Allergien vorliegen und ob sie die Behandlung beeinträchtigen können. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn nach einem aufwändigen operativen Eingriff, einer Implantation oder einem wahren Marathon an Sitzungen beim Zahnarzt, die neuen Zähne plötzlich jucken, brennen oder schmerzen, weil der Körper sich gegen sie „wehrt“.

Schon vor dem Start der Therapie sollten Zahnarzt und Patient etwaige Überempfindlichkeiten abklären, in Ruhe besprechen und bei Bedarf nach geeigneten Alternativen beim Material suchen.

Ein guter Zahnarzt wird ebenso wie das ausführende Dentallabor ohnehin von vornherein aktiv danach fragen.

Sensibilität für diese sensible Frage ist inzwischen Gott sei Dank Alltag und Routine in der täglichen Zahnarztpraxis.

Die gute Nachricht: Quantitativ werden diese verträglichen Alternativen und Möglichkeiten beim Zahnersatz immer mehr. Und auch qualitativ immer besser. Zum Beispiel Titan gilt als der Werkstoff mit höchster Biokompatibilität, es sind so gut wie keine allergischen Reaktionen bekannt.

 

Metall und Metall verträgt sich nicht: Gleiche Materialien sind das Gebot bei neuen Zähnen

Zahnimplantate und ZahnersatzEin weiterer Schritt auf Nummer sicher zu gehen beim Thema Zahnimplantate und Zahnersatz und Allergien ist die sogenannte Konformitätserklärung.

Da die Regel gilt, dass am ehesten Unverträglichkeiten entstehen, wenn viele verschiedene Metalle im Mundraum zusammenfinden, dokumentiert diese die verwendeten Materialien ganz genau. So dass bei jeder weiteren Behandlung und bei jedem neuen günstigen Zahnersatz verglichen und wenn möglich dasselbe Material verwendet werden kann.

Gleich und gleich gesellt sich gern – das alte Sprichwort trifft in der Materialfrage der Zahnmedizin deutlich zu.

Das Thema Allergien und Zahnersatz ist ein höchst aktuelles, denn beide Aspekte nehmen in der Bevölkerung immer mehr zu – umso wichtiger, diese aufeinander abzustimmen.

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