Insektenhotels: Ein JA zum Schutz von Insekten

Insektenhotels: Ein JA zum Schutz von Insekten

Ein Vogelhaus aufstellen – na, klar; ein Igelhäuschen im Garten bauen – warum denn nicht; aber ein Insektenhotel?

Insektenhotels: Ein JA zum Schutz von InsektenWas aus ökologischer Sicht heutzutage mehr als geboten scheint, löst bei vielen Menschen immer noch schiere Skepsis aus. Selbst bei denen, die es eigentlich gut meinen mit der Natur, die empfänglich sind in Sachen Umweltschutz und Tierliebe. Warum das so ist und warum Insektenhotels doch Vorteile für Mensch und Insekt bringen, verrät dieser Artikel.

Wer an lauen Sommerabenden gerne draußen sitzt, vielleicht grillt oder just einen kleinen Spaziergang wagt, wird oft von ihm heimgesucht: Dem Mückenstich. Wohl dem, den es nur einmal erwischt. Wehe dem, der gleich mehrfach gestochen wird, allergisch reagiert und dem es fortan ordentlich juckt und kratzt. Erfahren Sie mehr unter Skandal im Insektenhotel – Damit konnte keiner rechnen | MediaMutant.

Kaum ist das Stück Fleisch vom Grill auf den Teller gewandert, sind sie auch schon da: die Wespen. Auch Kuchen oder andere Leckereien lockt sie anscheinend unwiderstehlich an. An ein Essen in Ruhe und Beschaulichkeit ist fortan nicht zu denken.

Eher an panische Angst, wildes Herumfuchteln mit den Armen oder entnervtes Aufgeben: Statt auf der Terrasse isst man dann doch lieber im Wohnzimmer ohne Insektenbegleitung.

Noch schlimmer wird die Angst vor dem Stich, wenn die Hornisse, Hummel oder Libelle sich im Garten sehen lassen. Allein schon durch ihre Größe sind sie direkt furchteinflößender. Und die Fliege ereilt allzu oft das Schicksal der Fliegenklatsche oder zusammengerollten Zeitung.

Bild verwendet von dieser Quelle: Wildtierfreund: Naturprodukte für Vögel, Insekten & Co.

 

Mensch und Insekt – ein ambivalentes Verhältnis

Mensch und Insekt – ein ambivalentes VerhältnisDer Mensch und die Insekten – ein schwieriges Kapitel. „Fleißig sein wie eine Ameise“ hat sich gar als Sprichwort etabliert und drückt eine echte Wertschätzung aus, ebenso wie die „fleißige Biene“, die jeder gern als Mitarbeiterin hat.

Aber: So gerne wir Marienkäfer als Frühlingsboten und Glückssymbol auch sehen, so fasziniert wir oft von der farbenfrohen Vielfalt der Schmetterlinge sind – desto ablehnender ist doch meistenfalls das Verhalten anderer Insekten gegenüber. Das Credo der „Schädlinge“ hat sich in vielen Köpfen festgesetzt.

Das Thema Insektenschutz ist damit ein weitaus heikleres als zum Beispiel Vogel- oder Igelschutz. Er wird viel eher als Schutz VOR Insekten denn als Schutz VON Insekten verstanden. Marienkäferhaus okay, aber Hummelhäuser nein danke! Doch gerade im Reich der kleinsten Krabbeltiere sind viele Arten mittlerweile auch hierzulande vom Aussterben bedroht.

 

Nützlinge brauchen unsere Hilfe

Grund genug, zu handeln: Immer mehr Naturschutzorganisationen machen es sich zur Aufgabe, zu sensibilisieren und die Insektenvölker endlich mit positiveren Assoziationen zu belegen. Denn in Wahrheit sind sie alles andere als Schädlinge, sondern nützlich gerade für das Ökosystem Garten.

Sie sorgen:

  • für die Bestäubung von Pflanzen, Sträuchern oder Obstbäumen
  • den natürlichem Abbau von organischem Material, wie Laub oder abgestorbene Pflanzen
  • als natürliche Bekämpfer echter Schädlinge, wie Blattläusen, für biologischen Pflanzenschutz ohne Chemie

 

Vogelhäuser kann jeder aufstellen – Insektenhotels aber zeugen von ökologischem Bewusstsein

Insektenhotels | Wildtierfreund.deUnd dies sind nur einige Aspekte, warum es sich lohnt zum Beispiel Insektenhotels aufzustellen.

Sie gelten als Art „Wiedergutmachung“ des Menschen für den Abbau natürlicher Lebensräume: Wilde Gärten gibt es kaum noch, stattdessen akkurat bepflanzte oder gar betonierte. Keine günstigen Umstände für das Überleben zahlreicher Insektenarten – ob im Sommer oder Winter. Obwohl sie sich immer wieder geradezu perfekt anpassen gerade an veränderte Gegebenheiten im Wald, auf Feldern und Wiesen.

Im Garten aber kann der Mensch ein Insektenhotel aufstellen und somit wertvolle Unterstützungsarbeit leisten.

Das Gute: Man muss sich nicht entscheiden, ob man ein Hotel für Käfer, Schmetterlinge oder doch die Wildbienen und Hummeln aufstellt – durchdachte Insektenhotels bieten mit unterschiedlich großen Kammern, Röhren und Einflugschneisen eine Heimstatt für jede Menge verschiedener Arten. Eines für alle statt einer Vielzahl einzelner Schmetterlingshäuser oder Hornissenhäuser.

Dabei muss man keine Angst haben, dass im Sommer dann eine regelrechte „Plage“ droht, dass sich Bienen, Wespen und Co im Überfluss vermehren. Vielmehr wird überhaupt das Überleben sichergestellt.

Kurz und gut: Wo sich Insektenhotels finden ist echtes ökologisches Bewusstsein zu Hause.

Bild verwendet von dieser Quelle: http://www.wildtierfreund.de/Insekten/Alle-Insektenprodukte/Haeuser/Insektenhotels/Insektennistblock-aus-Holzbeton.html.

Ähnliche Beiträge:

  • Keine ähnlichen Beiträge...